Man muss ja (leider) zugeben, dass jedes Nahrungsmittel gleich viel leckerer schmeckt, wenn es paniert und frittiert wird. Das geht auch dem Kohlrabi so! Der zuvor gedünstete Kohlrabi bringt eine leichte Süße mit und harmoniert sehr schön mit der knusprigen Panade aus Vollkornmehl und Pankobröseln. Davon könnte ich zehn Stück essen.
Man kann natürlich auch ein anderes Gemüse nehmen. In meiner Kindheit gab es bei uns öfter "Sellerieschnitzel", was mir auch immer sehr gut geschmeckt hat, obwohl ich Sellerie gar nicht so mag. Natürlich hat meine Mutter die Panade damals mit Ei hergestellt, ich habe mir jetzt überlegt, dass ein Teig aus Vollkornmehl und entweder Kochwasser des Kohlrabis oder Hafermilch den gleichen Zweck erfüllt. Pankomehl wird besonders knusprig, aber auch normale Semmelbrösel erfüllen ihren Zweck. Beim Braten sollte man nicht am Öl sparen. Man kann die Kohlrabischnitzel dann auf Küchenpapier abtropfen lassen, das mache ich aber ehrlich gesagt nicht...
Das Rezept habe ich hier für einen Kohlrabi notiert, man kann es aber leicht nach oben skalieren. Aufheben kann man die Reste leider nicht sehr gut, da sie Panade dann weich wird und abfällt, aber wer lässt hier schon was übrig? Dazu passt super Kartoffelpüree und Frischkäse.
Für: | 1 Kohlrabi - ca. 5-6 Schnitzelchen |
Fertig in: | ca. 40 min. |
Zutaten:
- 1 Kohlrabi
- Salz
- Wasser
- 2 EL Vollkornmehl plus 2 EL zum Mehlieren
- 7-8 EL Kochwasser vom Kohlrabi oder Hafermilch
- Paniermehl oder Pankobrösel
- Pflanzenöl zum Ausbacken
Zubereitung:
Den Kohlrabi schälen und in 1-1,5 cm dünne Scheiben schneiden.
Wasser und reichlich Salz in einem kleinen Topf aufkochen und die Kohlrabischeiben dazugeben. In maximal fünf Minuten bissfest kochen. Die Scheiben mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser heben und in einem Sieb abtropfen und leicht abkühlen lassen.
2 EL Vollkornmehl mit 7-8 EL Kochwasser oder Hafermilch zu einem dickflüssigen Teig anrühren. Eine Panierstraße aufbauen: Das übrige Mehl in einen Teller geben, den Teig in einen zweiten und das Paniermehl in einen dritten. Die Kohlrabischeiben erst in Mehl wenden, anschließend durch den Teig ziehen und dann beidseitig in das Paniermehl drücken. Bis hierher kann das Rezept gut vorbereitet werden, die Panade haftet besser am Kohlrabi, wenn man die fertig panierten Scheiben etwas trocknen lässt!
Die panierten Scheiben in reichlich Öl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten knusprig und goldbraun braten. Dazu passt Kartoffelpüree und / oder Frischkäse.
Guten Appetit!
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